Dauerhafte EinträgeWas bedeutet der technische Fortschritt?
Stopp – ich bin Informatiker und l(i)ebe Technik… aber da ich schon 40 Jahre „im Geschäft“ bin, habe ich vieles kommen und gehen sehen und eben Hersteller aufsteigen und fallen sehen. In der Schule im Informatikraum habe ich noch mit Bernstein, grün oder grauen Monitoren gearbeitet. Ich hatte schon VGA zu Hause … Vobis 286 Neat 21Mhz mit 40 MB Platte und 1 MB Speicher mit Dos 4.0 englisch und dann gleich 4.01 deutsch. Den habe ich sogar noch. Internet? Ich fing schon mit einem echt flotten 14,4er Modem an. Andere mit Akustikkoppler. Mailboxen kennt keiner mehr heute.. nur wir Alten. Aber was ist das alles heute noch Wert? Erfahrung. Es ist Erfahrung, was man tatsächlich noch braucht. Was wurde aus der immer schneller höher Weiter-Zeit der 90er? Die Rechner wurden schneller, Festplatten immer größer. Einzig die Frage nach den Grafikkarten scheint diese Zeit zu überdauern. Warum? Weil sie sich zum Schürfen von virtuellem Spielgeld eignen. Denke ich an meine alten Spiele.. ich würde heute lieber wieder die auf Disketten gelieferten Kingsquest V oder Conquest of Longbow spielen als diese hyperrealistischen Streamingspiele. Aber es hat sich etwas geändert. Mit meinen Kollegen hatte ich es diese Woche erst erörtert. Vor ca 1 Jahr habe ich meinen alten Händler gefragt, ich brauche eine neue Kiste, mein Win10 muss sterben. Er riet zur Ruhe.. und er hat Recht. Ich werde mir keinen PC mehr bauen. Aktuell habe ich ein refurbished Business-Notebook von 2019. Geld gespart. Geht. Auch meiner Mutter reicht so ein Gerät. Und sonst? Tablet und Handy sind aktuell das große Zentralgestirn. Lediglich fürs Geocaching komme ich derzeit nicht von Windows weg.. und eben wegen der alten Technik (Scanner, Drucker, …) Diese Programme könnte ich nicht ersetzen. Leider funktionieren spezielle Tools mit Wine nicht, geschweige denn meine programmierten NET-Tools. Aber ansonsten…? Der Raspberry würde reichen. Tablet und Handy beweisen es. Wenn es sein muss, kann ich via VPN und WOL auch den PC zu Hause hochfahren und mal fernsteuern. Achja.. der Rechner… dient nur noch als Email-Archiv. Das Profil seit 1996 (Netscape 4.0) hat mittlerweile über 70 GB… fast alle Emails seit 30 Jahren gibt es noch.. und ja… manchmal sucht man ganz Altes Nächste große Frage: wie kommt man ins Internet? Früher eben Analogmodem…. Die FritzCard läuft noch im PC und zeigt mit einem Programm „Displaycall“ von Anfang der 2000er sogar noch die Anrufer (gibt es nicht mehr im Internet) . Aber braucht es DSL schneller als 100Mbit? Das ist eine Totschlagfrage – Vorsicht. „Braucht es Computer in jedem Haus“? Das war auch so eine Frage. Heute weiss man, man hatte sich damals geirrt. Aber heute? Ich habe ein Smartphone mit 5G.. Auch das WLAN ist jenseits von 100Mbit. Vor 10 Jahren habe ich einen Gemeinderatsantrag geschrieben für je einen Hotspot in der Fritz-Zeileinhalle und in Weyer… Damals wären das DSL 16/1 gewesen. Bis heute nicht gebaut… werden jetzt evtl. Glasfaser anschliessen. Mal sehen ob ich es vor Mai 2026 erlebe. Glasfaser ist auch so ein Thema. Die Telekom hat lange das Kupferkabel verteidigt.. jetzt fehlt Glasfaser. Die Firma, die in Gochsheim verlegen wollte, wurde jetzt aufgekauft.. und man hört nichts mehr davon. Aber ernsthaft? Braucht es die noch? Vodefone/KabelDeutschland hat den Ort versorgt… zwar mehr Schlecht als Recht… auch ich würde gerne auf unbenötigtes Glasfaser umsteigen – aber eben aus Zukunftsgründen, nicht weil ich es in Gochsheim brauche. I0ch kann es noch nicht nutzen.. und… Wegen der Telefonie? Die ist derzeit stabil und zuverlässig. Und durch den langsamen Tod von ISDN, muss ich langfristig 3 Stockwerke neu verkabeln. Die Opencom 131 ISDN Anlage könnte 2.000 Nebenstellen verwalten, langweilt sich aber mit 6 von 8 genutzten Analogleitungen im Haus. Aktuelle Router haben aber keinen ISDN Port mehr. Bei Glasfaser eh tot. WLAN Telefone? Haben ein Stromverbrauchsproblem. DECT ist Besser. Fritz.. kann DECT. Auch deren Repeater gibt es nicht mehr. Mein altes SIPgate-Telefon (LAN Kabel) hängt auch am Router. Aber ernsthaft? Was braucht es noch? Ist „Festnetz“ mit Kabelgeräten noch zeitgemäß? DECT ist ja noch Standard .. aber viele Entscheiden sich für das Handy. Fernehen. Kabel Deutschland hatte ich erwähnt. Fest verlegte Kabel in der Wand. Meine Mutter hat noch einen normalen Anschluss mit normalen, halbwegs dummen Fernsehern. Auch mein TV ist fast 20, hängt aber immerhin am Satellit – auch per Kabel…. Der Witz: ich nutze es nicht mehr. Selbst die USV schaltet mittlerweile wegen Nichtnutzung ab…. Die für meinen PC und die Internet/Telefonie-Geräte ziehen wohl genug Strom, dass nichts dergleichen an dieser USV passiert. Streamingdienste sind halt beliebter. Früher gab es mal „Video killed the Radiostar“, dann kam das Internet, jetzt das Streaming. Aber im Endeffekt… mein Tablett und Smartphone reichen mir. Was ich etwas bedaure ist das Eingehen von DVD und BlueRay. Es gibt immer weniger Hersteller und Studios. Aber…. Da hatte man etwas zu Hause. Jetzt gibt es nicht alles online und wenn nur im monatlichen Abo. DAS Angebot ist definitiv schlechter geworden. Jahrelang habe ich „das 7. Kreuz“ (1944) gesucht… am Ende fand ich es nur mit englischer Tonspur. Andere Filme gab es nur als VHS… sehr spät erst als DVD… hee.. wer kennt noch Video 2000 oder Super8? Alles weg… und DVDs, BlueRays werden folgen. Immerhin hat die Schallplatte sich wieder zum Nischenhit hochkatapultiert. Die CD ist auch tot.. und wenn man sich die ganzen technisch gepitchten neuen Künstler sieht… schaut man jetzt auf den Tod von Ozzy Ozbourne oder andere… DAS war Musik. Das waren Künstler. Vieles heute ist in der Musik n Abklatsch.. früher gab es n Aufschrei, wenn nur n paar Noten erkannt wurden. Heute nimmt man fast ganze Lieder und legt neue Texte auf. Technik macht es möglich – aber Technik macht es auch unnötig. Warum kaufen? Warum Kabel verlegen? Streaming am Handy zum berieseln ist schnell und einfach. Ich bin noch geradeso Generation Kassettenrekorder – und wehe der Moderator quatscht rein…. Alles vorbei. Aber nochmal: welche Geschwindigkeit braucht es heute? Selbst mit TV Streaming komme ich mit 50 Mbit/100Mbit wunderbar aus. Der Privatanwender braucht vielleicht mit 2, 3 Streams parallel und einem online spielenden Kind eine breite Leitung. Aber der typische Familienanschluss wird das noch nicht ausnutzen. Selbst das IoT oder Smartphone reizen die Bandbreite nicht aus. Wenn ich dran denke, was unser Amt mit dem alten Behördenanschluss ans bayerische Behördennetz konnte – bei 200 Mitarbeitern. Da ist die Frage nach kabelgebundener Bandbreite im Heimbereich für mich immernoch fraglich. Der Datenhunger wird klar steigen. Aber in meinen Augen noch nicht so schnell, dass wir Kapazitätsgrenzen erreichen. Für Firmen sieht es u.U. anders aus. Und da liegt auch die Krux. Firmen legen auf eigene Kosten Glasfaser… und der breite Ausbau stockt. Und jetzt stehen Wifi7 und G6 in den Startlöchern. Ich sehe daher DSL, Festnetz am Sterben. Es sind nur noch die Nachkriegsgenerationszugehörigen, die es nicht missen wollen. Genauso Kabelfernsehen,… Glasfaser sollte sich auf Backbones zurückziehen . schnellstens. FTTH, FTTB werden nicht mehr gebraucht. Bei meiner Frau haben wir DSL2.000+LTE4 mit einem 50Mbit-Vertrag. Hey… wenn der mal ausfällt und das Handynetz geht.. mir egal. ich kann Homeoffice über mein Smartphone laufen lassen. Jeder will nur noch verkaufen. Was heute teuer ist, aber vermutlich die Zukunft sind Cloudspeicher. Denke ich an meine Datenmengen… aktuell für privat nicht bezahlbar. Aber ich habe schon seit Jahren über eine Art „dummer Client meldet sich an Netzwerk an“ nachgedacht. Hey.. mein PC war meine Schaltzentrale.. ich kann von überall her drauf zugreifen. Das geht besser. Mir reicht eigtl. ein Raspi als Bürogerät. Ich kann dann alles andere remote steuern, wenn es sein muss. Und jetzt denken wir an den typischen Nutzer. Warum sollte er Internet, Fernsehen, Steamingdienste alles mehrfach abschließen? Ein Anbieter liefert alles. Die Wirtschaft hat es noch nicht verstanden. Die Demographie wird zuschlagen und „wachsen“ wird ein Wunsch… die Realität wird ein Konsolidieren sein. Ich kann alles übers Funknetz abdecken. Ich bin nicht von Wanddosen abhängig. Ich kann immer und überall zugreifen. Schaut man jetzt noch auf die KI Tools, die aus dem Boden schießen. Die neuen Bedienkonzepte werden Gesten und Sprache sein. Quantencomputer haben wieder einen Meilenstein genommen zur besseren Genauigkeit (Artikel in der C’t 17 / Aug 25). Weiter in der Zeitung war ein Artikel, dass die Browser sterben werden. KI-Tools werden das Internet revolutionieren. Als Mitkämpfer im „großen Browserkrieg“ alle gegen Microsoft – da muss ich sagen: ich sehe es seit Jahren kommen – will es aber nicht wahr haben. Denke ich an das Herzblut, das in Netscape und später Firefox floss. Jetzt hat Google „Chrome“ die Marktmacht und Der Trumpster macht es der mozilla Foundation auch nicht einfach (anderer Artikel vor ein paar Wochen). Es stimmt schon… das Internet und die Nutzung verändern sich. Der schleichende Ersatz für Cookies und bessere Werbezwänge geht mir seit Jahren auf die Nerven. Die User haben aber die Sensibilität verloren. Heute sorgen sich immer weniger um Privatsphäre. Ja, der faule Sofasitzer gewinnt auch hier. Das Geschäft mit Notebooks wird gegen Tablets weiter verlieren. Aber da muss auch an einen Sättigungsgrad gedacht werden. Tupperware hat es übersehen., WMF, AMC genauso. Meine Mutter hat Küchenutensilien, die sind älter als ich. Und mein Rechner von 2013 zeigt es auch: es gibt immer weniger Gründe, Altes weg zu werfen. Ich werde meinen alten TV von 2010(?) auch nicht aussortieren, weil er nuuuuur HD Ready ist.Wir sind bei 4K, 8K… wozu? Schön ja, muss es aber? Und das sehen die Menschen. Sie holen sich das was sie wollen, nicht das was sie bisher gewohnt sind. Da werden sicher Festnetz- und Kabelanschlüsse sicher wegfallen. Oder „aus 2 mach eines“. Der normale Kunde kauft, stellt auf und hinterfragt nicht mehr. Das ist das Hauptproblem. Das „einfache Leben“ macht es eben wirklich „einfach“. Der Mensch ist insgesamt zu satt geworden. Ich verstehe jeden der von „Wohlstandsproblemen“ spricht. Man sieht diese immer wieder. Und ehrlich – in der Unterhaltung sieht man es am Besten. Mir kommt hier einfach nur der Gedanke „Brot und Spiele“ in den Sinn, mit dem man im alten Rom auch das Volk versuchte bei Laune zu halten. Ihm ist egal, wer etwas liefert. Nur möglichst einfach, günstig soll es sein. Ich dagegen mag Zuverlässigkeit und Ersatz/Fallback. Wenn ein Dienst ausfällt, fällt nur ein Dienst aus – der Rest geht. Darum habe ich auch getrennte Geräte: Scanner (ca 20 Jahre), Laser-Drucker (2013), Fax, Tintendrucker/Scanner mit Handyanbindung. Aber der normale Kunde denkt nicht mehr so. Es überdeckt einfach alles, was um einen herum geschieht. Und hier ist es noch extremer. Die neue Währung sind die privaten Daten eines jeden von uns. Die Frage nach dem „gläsernen Menschen“ ist keine mehr nach der Gesundheitskarte, die alle Infos speichert. Ich hätte das derzeit sehr gerne sogar. Würde es mir bei meiner aktuellen Lebenssituation einiges erleichtern. Aber was derzeit in sozialen Medien & Co abspielt… ist nicht mehr normal. Unabhängig von der politischen Gehirnwäsche von rechts und vor allem von links…. Was die Menschen bereit sind, den Rechnern und Algorithmen anvertrauen ist Wahnsinn. Auf der anderen Seite wird aber über Daten und Politik geschimpft. Es ist so obskur. Gutes Thema – Daten sind für Werbung gut. Trotz Werbefiltern & Co… es ist erstaunlich, was ich wo sehe. Welche Werbung auf Smartphone, Tablet, Laptop, PC eingespielt wird und ob ich per Handynetz, oder Wlan online bin. Es gibt solch unterschiedliche „Verhaltensweisen“… ein „normaler Anwender“ würde das nicht unbedingt bemerken. Aber es ist beängstigend. Selbst ich schaffe es nur noch langsam, die Werbung zu verändern. Es ist jedoch immernoch möglich. Es wird jedoch immer schwieriger. Auch die Verknüpfung zwischen Internetkäufen und Facebookwerbung waren in den ersten Monaten nach der Geburt unseres Sohnes echt verrückt. Selbst wenn etwas nur angesehen wurde und nicht gekauft wurde. Selbst wenn man nur drüber diskutiert hat – ichhatte schon die Sprachsteuerung meines Smartphone im Verdacht. Und ich hasse Werbung. Gegen meinen Sturschädel kommt die ja nicht an. Dennoch ist es schwer zu übersehen, dass die Werbung verstanden hat, Menschen in der neuen Technikwelt zu erreichen und zu manipulieren. Anders funktionieren ja die linken und rechten politischen Blasen auch nicht mehr. Dieser technische Fortschritt bringt also auch Dinge mit sich, denen man sich gewahr werden muss und gegen die Widerstand eigtl. Pflicht ist. Leider… übersehen das heute viele Menschen. Sie werden sich anpassen und mitziehen… aber am Ende werden sie merken, was die komplette Digitalisierung ihres Lebens für sie bedeutet. Naja… nicht alle. Aber irgendwann kommt wieder das Thema „die gute alte Zeit“ auf den Erzähltisch für Kinder und Enkel… und dann wird dort über DVDs, BlueRays, vllt Heimkinoanlagen,… erzählt. Man wird von PCs sprechen, Notebooks,… alles Dinge, die sich dann auch überholt haben werden. Anzeigebildchen: ChatGPT erstelle ein Bild, das den technischen Fortschritt der letzten 50 Jahre im Bereich der Informationstechnologie darstellt. Denke dazu sehr genau nach und nutze Erfindungen seit dem 2. Weltkrieg. Als Farbschema bleibe bitte in einem blau grauem Farbspektrum
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